aaalogo

AKTION ATOMMÜLLFREIE ASSE
Dokumentation des 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II
23. April 2005, Wolfenbüttel, Kirchencampus





Eröffnung
Inhalt

Vorwort

Eröffnung

Dr. Ursula Kleber:
Von der Versuchs-Endlagerung
zur Versuchsstilllegung?


Günther Kappei
Überblick über das Geschehen auf der Schachtanlage Asse II seit Oktober 2001


Dr. Gerd Hensel
Das Schließungskonzept der Schachtanlage Asse II und der Stand der Arbeiten zum  Langzeitsicherheits-
nachweis



Dr. Christa Garms-Babke
Die Wahl zwischen Pest und Cholera? Konsequenzen aus dem Asse-Dilemma

Diskussion 1

Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake
Wie verläßlich sind die Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter Radioaktivität

Diskussion 2

Dr. Joachim. Bluth
Das Konzept zur Beteiligung der Öffentlichkeit im Verfahren zur Schließung der Schachtanlage Asse

Nikolaus Piontek
Unabhängige juristische Stellungnahme

Diskussion 3

Verzeichnis der
anwesenden Institutionen
und Initiativen


Pressestimmen

Briefwechsel mit Frau
Ministerin Bulmahn


          



Uwe Salzmann
Kirchliche Dienste, Kirchencampus

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich heiße Sie namens unseres Landesbischofs
Dr. Friedrich Weber hier im Tagungshaus auf dem Kirchencampus herzlich willkommen. Er wünscht uns einen gewinnbringenden Informationsaustausch, unterschiedliche Aspekte und Sichtweisen und dass dieser Prozess die Auseinandersetzung um das Atommüll-Endlager Asse II in der Öffentlichkeit intensivieren möge.

Ich möchte es nicht versäumen, an dieser Stelle den Menschen zu danken, denen das Zustandekommen des heutigen Tages zu verdanken ist. Es sind die Aktion Atommüllfreie Asse und AufpASSEn e.V.. Herzlichen Dank an diese Menschen, die im Vorfeld sehr intensiv tätig waren, damit sozusagen dieser Tag ins Laufen kam. Zum Zweiten möchte ich mich jetzt schon bei denen bedanken, die diesen Tag zu gestalten gedenken und sich bereit erklärt haben, an diesem Tag mitzuwirken.

Ich möchte zur Technik noch eine ganz kurze Anmerkung machen, erstens; wir zeichnen den heutigen Tag auf, zu Dokumentationszwecken; und zum Zweiten, um alles dokumentieren zu können bitte ich immer dann, wenn die Rede ins Publikum geht, auf das Mikrofon zu warten, dieses einzuschalten, und dann erst hineinzusprechen, denn dann können wir Fragen, Anmerkungen, Kritiken, Einwürfe auch wirklich dokumentieren, sonst bekommen wir sie nicht mit aufs Band.

Ich wünsche Ihnen / uns einen erfolgreichen Tag und gebe weiter an Petra Wassmann, die Tagesmoderatorin. Herzlichen Dank.





Petra Wassmann
Präsidiumsmitglied des NABU-Bundesverbandes

Was du tust, bedenke das Ende.

Dieses Sprichwort könnte sicherlich gut als Aufforderung für die Atompolitik insgesamt gelten und da speziell für die Endlagerpolitik, und da speziell für das Atommüll-Endlager Asse II.

Die Schachtanlage Asse II wird verschlossen. Da soll also etwas ein Ende haben. Schließen ist von der Wortgeschichte her verwandt mit logisch folgern, und ich denke eine gute gedankliche Verbindung zwischen dem, was technisch passiert und dem, was eigentlich in unseren Köpfen passieren sollte. Es geht also, wenn ich genau so wie Sie, die Unterlagen bisher richtig verstanden habe, um rund 126.000 Fässer. Eine interessante Zahl, die ich in dem Zusammenhang auf einer Internetseite gelesen habe, das entspricht etwa pro Einwohner des Landkreises und der Stadt Wolfenbüttel so ein Fass.

Über die einzelnen Probleme, über die einzelnen Fragestellungen zum Endlagerinventar werden wir heute noch an mehreren Stellen zu sprechen kommen. Auf der Internetseite der GSF heißt es zwar immer noch, im Sommer dieses Jahres soll ein Abschlußbericht vorliegen, oder besser gesagt ein Abschlussbetriebsplan, das scheint zumindest momentan so nicht mehr ganz zu stimmen. Wir werden da einen genaueren Zeitplan sicherlich auch heute noch erfahren.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, herzlich willkommen heute zu dieser Veranstaltung, ich darf Sie im Namen der Veranstalter, also Aktion Atommüllfreie Asse und natürlich auch aufpASSEn e.V., herzlich begrüßen. Unser Dank geht insbesondere an Herrn Salzmann, der durch sein Engagement sichergestellt hat, dass wir heute wir heute hier diese doch sehr geeigneten Tagungsmöglichkeiten zur Verfügung haben. Ein herzliches Willkommen auch allen Referenten, und Referentinnen, die ihre Freizeit, schließlich handelt es sich um einen Samstag, für eine doch so wichtige Sache aufbringen. Wir begrüßen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus Interesse da sind, wir hoffen mal, das dies auch für die eben genannten alle gilt, und die Kommunalpolitiker, die da sind, die den Weg hierher gefunden haben. Auch aus der Kommunalverwaltung wissen wir, dass Teilnehmer da sind, aber auch Fachinstitutionen, die im Rahmen der GSF mit dem Verfahren betraut sind, sind zum größten Teil da.

Mein Name ist Petra Wassmann, es wurde schon darauf hingewiesen, ich habe heute den Job für einen geregelten Ablauf, der bestimmt stattfinden wird, zu sorgen, d.h. ich werde insbesondere auf die Uhr gucken. Da ich im Schuldienst bin, hoffe ich, dass es leichtfällt, auch wenn es hier nicht klingelt. Aber das werden wir schon irgendwie gemeinsam so hinbekommen, das auch Sie einen verlässlichen Rahmen haben, den wir ja auch für das Thema eigentlich das und hier heute so bewegt, Verlässlichkeit und Sicherheit, gerne haben wollen.

Die Komplexität des Themas Atommüll-Endlagerung ist eine Herausforderung für demokratische Prozesse. Die Mehrheit der Bevölkerung ist auf vermittelte Informationen angewiesen, d.h. sie haben keine eigene Sach- und Fachkompetenz, die es ihnen direkt ermöglichen würde, sich mit diesen Fragestellungen auseinander zu setzen, und sich dann natürlich auch dazu eine Meinung zu bilden. Um so wichtiger ist aus Sicht der Veranstalter eine, nicht nur eine, sondern im Grunde die Öffentlichkeit, Öffentlichkeitsbeteiligung, die Information der Öffentlichkeit. Wir wollen also heute dazu einen Beitrag leisten, sagen deshalb auch herzlichen Dank an alle Beteiligten, dass Sie sich dieser Aufgabe hiermit stellen. Es soll um ethische Fragen gehen, technische Fragen, juristische und politische. Und aus dem Grunde denke ich haben wir eine ziemlich breite Palette.

Wir haben ein klein wenig das Programm zu ändern; und zwar müssen wir auf Herrn Dr. Kreusch leider verzichten, der schwer erkrankt ist, dem wir, denke ich das ist in aller Sinne, von hier aus dann auch gute Besserung wünschen. Wir werden also die beiden ersten Vorträge laut Programm hören, anschließend dann eine kurze Pause einschieben, die vom Ursprung her so nicht vorgesehen war, aber sicherlich sinnvoll ist. Wir schließen dann den Vortrag von Dr. Christa Garms-Babke an. Dieser Vortrag wird dann in eine Diskussion übergehen, die wir erst ein wenig geschlossen auf dem Podium als Einstieg wählen wollen, aber dann natürlich auch für Sie als Plenum öffnen möchten. Die Mittagspause bleibt wie vorgesehen und auch am Nachmittagsprogramm wird sich soweit nichts ändern.

Dann danke ich Ihnen erstmal für Ihre Aufmerksamkeit zu Beginn, für Ihr Kommen, und darf dann als erstes das Wort weitergeben an Frau Dr. Kleber von der Aktion Atommüllfreie Asse zum Thema „Von der Versuchs-Endlagerung zur Versuchs-Stilllegung“.






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