Das Atommüll-Lager im ehemaligen Salzbergwerk Asse II bei Wolfenbüttel soll endgültig geschlossen werden. Auch wenn die Radioaktivität JETZT in hunderten Metern Tiefe verwahrt sein mag -

wie sollen zukünftige Generationen vor ihr geschützt werden?


Wir wollen auf das Geschehen um das Atommüll-Lager Asse II aufpASSEn

und das Stilllegungsverfahren kritisch begleiten.



AKTUELL: Asse-II-Begleitgruppe nimmt Stellung zu den Bedenken gegen die Rückholung, die  Herr Sailer, Beraters des Bundesumweltministeriums wiederholt vorbringt:
 - hier lesen!



Mi 4. August
AufpASSEn e.V. lädt ein 2. Asse-Stammtisch, diesmal ab 19 Uhr in Wittmar in der Bürgerschänke (am Sportplatz, Asseweg 34). Der Stammtisch soll ab sofort jeden ersten Mittwoch stattfinden und in lockerer Runde die Möglichkeit zum Informationsaustausch und zur Planung von Aktivitäten geben. Er ist offen für alle Interessierte.
So 8. August
"Atom-Müll-Spaziergang" Asse - wie immer am 2. Sonntag im Monat
Treffpunkt 14 Uhr Wittmar, Parkplatz bei der Assewirtschaft, an der Info-Tafel von Asse II
Dauer ca. 2,5 Stunden
So 8. August

Asse-Konzert:  Tim Rohrmann spielt auf der keltischen Harfe.
Beginn 17 Uhr, Kirche St. Barbara in Wittmar. Näheres zum Harfenkonzert und zur Konzertreihe.




aufpASSEn-Mitglieder aus der Zukunft bedanken sich bei Bundestagsabgeordneten für die vorzeitige Abschaltung aller Atomkraftwerke



Eine Delegation von sieben Menschen aus dem Jahre 2211 hat am Montag, 12. April 2010, in der Postannahmestelle des deutschen Bundestages zwei Kartons abgegeben: 622 Briefe an alle Bundestagsabgeordneten. Es sind Mitglieder des Vereins "aufpASSEn!" e.V., der auch noch in zweihundert Jahren die Lagerung atomaren Mülls kritisch begleitet. Sie haben diese beschwerliche Zeit-Rückreise unternommen, um dem Deutschen Bundestag für den Beschluß der vorzeitigen Abschaltung aller Atomkraftwerke zu danken.
Die Zeitreisenden vorm Deutschen Bundestag
Sie waren erfreut zu hören, dass gleichzeitig Bundeskanzlerin Merkel mit Präsident Obama und vielen anderen Staatschefs in den USA Gespräche zum Thema Atomsicherheit führt.

Der ausführliche Brief aus der Zukunft stellt den Ausstieg aus der Atomtechnologie in Zusammenhang mit einem weltweiten sozialen Ausgleich und einer Änderung der Wirtschaftsordnung.

Die Weichen für diese Entwicklung werden heute gestellt, und deshalb sind
die Menschen aus der Zukunft sehr gespannt auf unsere Antworten. Der Verein "aufpASSEn" wird sie für sie aufbewahren.

der Brief aus der Zukunft


..... und die Antworten:
Bislang haben sechs Bundestagsabgeordnete auf dem Brief geantwortet:

Frau Enkelmann (Linke)
Herr Goeppel (CSU)
Herr Heil (SPD)
Frau Hendricks (SPD)
Frau Pau (Linke)
Herr Scheelen (SPD)

Die Antworten der übrigen 616 Abgeordneten erwarten wir mit Spannung.
 



















Am
Freitag, 15. Januar 2010
hat das Bundesamt für Strahlenschutz das
Ergebnis des Optionenvergleichs
bekanntgegeben:
das BfS enpfiehlt,sämtliche 126 000 Fässer aus der Asse herauszuholen, da mit keinem anderen der geprüften Verfahren eine Langzeitsicherheit zu erreichen ist.

Presseerklärung des BfS zum Ergebnis


Mittlerweile hat die Probephase zur Bergung der Abfälle begonnen: die Vorbereitungen zum Öffnen einer ersten Einlagerungskammer laufen.
Näheres direkt vom BfS



Zur Richtungsentscheidung Rückholung nimmt der Asse II-Koordinationskreis, in dem auch AufpASSEn e.V. mitarbeitet Stellung:

mit der Rückholung anfangen!

Wir begrüßen das Ergebnis des Optionenvergleichs, welches das Bundesamt für Strahlenschutz am 15.1.2010 präsentiert hat: Rückholung des gesamten Atommülls aus der Asse! Dies ist eine Richtungsentscheidung, zu der es keine Alternative gibt.

Damit die Rückholung erfolgreich umgesetzt werden kann,

  • müssen Rückfälle in andere Optionen verhindert werden!
  • muss jetzt Bergungstechnik für jeglichen denkbaren Müllzustand entwickelt und bereitgestellt werden, ebenso eine Generalplanung und die Errichtung der notwendigen Infrastruktur!
  • muss die Pilotphase mit der Bergung der ersten ca. 3.000 Fässer unverzüglich beginnen.
    Sie dient der Technikerprobung und Prozessoptimierung, um anschließend zügig und störungsfrei vollständig bergen zu können!
  • muss auch für die Stör- und Notfallplanung die trockene Verwahrung des Mülls und erfolgreiche Beendigung der Rückholung oberstes Ziel sein.
    Der Betreiber muss entsprechende Planungen entwickeln!
  • muss für den Asse-Müll wie jeden anderen Atommüll gelten:
    Kontrollierte und revidierbare Lagerung – egal wo!
  • müssen die Belastungen der Beschäftigten und der Anwohner/innen so gering wie irgend möglich gehalten werden!
Dafür werden wir uns mit aller Kraft einsetzen!

Asse II - Koordinationskreis – Wolfenbüttel, den 18.1.2010

Flugblatt des Asse II-Koordinationskreises





Jugendliche gründen Jugendgruppe von AufpASSEn e.V.! Bericht und Kontakt.




Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zu Asse II hat seine Arbeit aufgenommen. Nähere Informationen und Berichte


Glück Auf für den Untersuchungsausschuss
Glück Auf für den Untersuchungsausschuss! Empfang an der Asse am 26.6.09
Unterstützung der Arbeit mit dem AufpASSEn-A und Fackeln:  „Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen."  (Lichtenberg)



Terminkalender mit zahlreichen Veranstaltungen zu Asse II unter www.asse2.de



hier gibt es das A für den Gartenzaun, als Aufkleber, Button usw!



Wir setzen uns ein für:

Beteiligung der Öffentlichkeit am Schließungsverfahren

Begleitung des Schließungsverfahrens durch unabhängige WissenschaftlerInnen

dauerhafte Überwachung von Wasser, Luft und Boden in näherer und weiterer Umgebung des Atommüll-Lagers durch eine unabhängige Messbeobachtungsstation

die Nutzung der Gebäude vor Ort als Informationszentrum mit Museum auch für folgende Generationen, nicht zuletzt, um die unfassbare und nicht beherrschbare, Jahrtausende dauernde Bedrohung durch radioaktive Abfälle zu demonstrieren und zu veranschaulichen.

Wir führen regelmäßig Expertentreffen, politische Aktionen, Informations- und kulturelle Veranstaltungen durch und vernetzen uns mit Initiativen an anderen atomaren Brennpunkten.

25.6.2010